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Förderprojekte

Die Förderung durch die EU und auf Bundes- bzw. Landesebene ermöglicht es uns, gezielt in Forschung, Entwicklung und modernste Technologien zu investieren. So treiben wir Innovationen voran, erschließen neue Anwendungsfelder und entwickeln unsere Lösungen kontinuierlich weiter. Ziel der Förderprojekte ist auch ein nachhaltiger Nutzen für die Allgemeinheit und ein Erkenntnisgewinn für zukünftige Forschungsthemen.  

Für uns bedeutet das mehr Flexibilität und die Möglichkeit, auch anspruchsvolle Projekte effizient umzusetzen. Unsere Kunden profitieren von zukunftsorientierten Technologien, optimierten Prozessen und wirtschaftlich attraktiven Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik.

RICARES

Railway Infrastructure Condition Assessment using REmote and Geometry Sensor Net

Die nachhaltige Sicherung, Modernisierung und Überwachung der Bahninfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für eine zukunftsfähige, belastbare und sichere Mobilität in Deutschland und Europa. Das Gesamtprojekt verfolgt das Ziel, innovative und kosteneffiziente Monitoringsysteme für Brücken und Gleisstrukturen zu entwickeln, die durch den Einsatz moderner Sensortechnik und intelligenter Datenverarbeitung eine kontinuierliche, präzise Zustandsüberwachung ermöglichen.

Im Fokus der sächsischen Partner stehen die Entwicklung und Optimierung eines bildgebenden Radarsystems zur berührungslosen Erfassung von Bewegungen und Deformationen an Brücken und Gleisanlagen. Das Ziel ist eine einfache Installation, welche Messgenauigkeiten im Submillimeterbereich erreicht. SPEKTRA ist zuständig für die Charakterisierung der Sensorik unter kontrollierten Bedingungen und unterstützt die Optimierung der Messverfahren für statische und dynamische Struktureigenschaften. 

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die wirtschaftliche Verwertbarkeit der entwickelten Lösungen. Die Partner streben an, die Technologien nach erfolgreicher Demonstration und gegebenenfalls erforderlicher Weiterentwicklung in die kommerzielle Nutzung zu überführen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie und die gezielte Ansprache potenzieller Anwender werden die Voraussetzungen geschaffen, die entwickelten Systeme nachhaltig im Markt zu etablieren. So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Innovationsführerschaft im Bereich der Infrastrukturüberwachung und unterstützt die langfristige Sicherheit und Verfügbarkeit der Bahninfrastruktur in Deutschland und darüber hinaus.

Förderungszeitraum: 01.01.2026 – 31.12.2027

iPRIS

KMU-innovativ - Verbundprojekt: Instrument für die intraoperative Bewertung der Primärstabilität von Pedikelschrauben im Knochen (iPRIS)

Teilvorhaben SPEKTRA: Aktorik für die Schwingungsankopplung und Sensorik für die Schwingungsanalytik

In der Wirbelsäulenchirurgie wird die Standardversorgung und die Bewertung einer sicheren Implantat-Verankerung im Knochen zunehmend schwieriger. Ziel ist die Entwicklung eines Instrumentes, welches auf Basis von Schwingungsdiagnostik eine intraoperative Beurteilung der Primärstabilität von Wirbelsäulenimplantaten prüft. Das Instrument leitet dafür eine Schwingung in die Implantatschraube ein und die Analyse des daraus resultierenden Schwingungsverhaltens erlaubt Rückschlüsse auf die mechanische Verbindung zum Knochen. 

Die aus der Produktionstechnik stammende Methode CPA (Coupled Process Analysis) verknüpft die Mess- und präoperativen Patientendaten und kann mit einer kleinen Anzahl an Datensätzen relevante Prozessparameter erkennen und entsprechende Handlungs- bzw. Kompensationsvorschläge abzuleiten. Die lernende CPA kann mit prä- und intraoperativen Daten zunächst eine datengestützte Bewertung während der Operation vornehmen und die Auswirkung notwendiger Anpassungen wie eine alternative Schraubengröße oder einer zusätzlichen Zementierung prognostizieren. Mit der weiterführenden Verknüpfung mit postoperativen Daten ist perspektivisch neben der intraoperativen Bewertung der Primärstabilität eine Prognose des Behandlungserfolges denkbar und der Arzt kann entsprechend seiner Entscheidungen darauf bei Bedarf anpassen.

Förderungszeitraum: 01.12.2025 – 30.11.2028

AE-Chara

Entwicklung eines Verfahrens zur Charakterisierung einer AE-Plattformtechnologie in einem erweiterten Frequenzspektrum bis 10 MHz (AE-Chara)

Das Akustische Emissions (AE)-Prüfverfahren zählt zu den vielversprechendsten Methoden für die Überwachung der strukturellen Integrität (SHM). Auch in der Materialprüfung ist die AE-Prüfmethode im Labor weit verbreitet. Anders jedoch ist die Situation bei der Überwachung (Condition Monitoring, Predictive Maintenance) von Maschinen (Getriebe, Lager, Werkzeugmaschinen, Pumpen, Turbinen etc.), da die Überführung der AE-Prüfmethode aus dem Labor in die Praxis bis jetzt nicht in überzeugender Weise demonstriert werden konnte.

Der theoretisch mögliche Frequenzbandbereich dieser Signale wird mit ca. 1 kHz bis 100 MHz angegeben. Zur Erfassung der AE-Signale werden Messketten bestehend aus Sensor, Verstärker, Filter und digitalen Messkarten (i.e. Plattformtechnologie) verwendet. In der Praxis verbreitet und kommerziell verfügbar sind Messketten für die Erfassung von AE-Signalen mit einer Frequenzbandbreite von ca. 10 kHz bis maximal 2 MHz. Eine Messkette als Plattformtechnologie ist für die breitbandige Erfassung von AE-Signalen bis 10 MHZ, die den genannten Anforderungen entspricht, bisher nicht verfügbar.

In diesem Vorhaben soll alternativ zum konventionell verwendeten Transferblock eine Phased-Array-Plattform als Schwingungserreger verwendet werden, die eine durch parallele und phasenverzögerten vertikalen Anregungen, die präzise Simulation einer horizontal-laufenden Welle gestattet.

Die Ergebnisse des Vorhabens sollen zu einer neuen Qualität des AE-Testverfahrens führen. Unmittelbare Profiteure der Ergebnisse sind Labore zur Durchführung von AE-Kalibrationen, Hersteller von AE-Sensoren, Verstärkern, Messkarten, Kalibratoren, Hersteller und Anwender von Prüfmaschinen für die zerstörende Werkstoffprüfung sowie mittelbar Hersteller und Betreiber von Maschinen und Apparaten im industriellen Umfeld, die AE-Testverfahren zur Diagnose, Überwachung oder AE-Signale zur Maschinensteuerung/-regelung einsetzen wollen.

Förderungszeitraum: 01.10.2025 – 31.03.2028

SPEKTRA HUB

Erstellung eines digitalen, effizienten Daten- und Dokumentenmanagement

Nach gründlicher Analyse der aktuellen Systemlandschaft werden Anforderungen präzise definiert. Basierend darauf wird ein technisches und funktionales Konzept erstellt, das die Integration bestehender Systeme gewährleistet. Anschließend erfolgt die schrittweise Implementierung des SPEKTRA HUBs, beginnend mit den Kern­bereichen wie Datenmanagement, Nutzerverwaltung und Dokumenten­management. Parallel dazu wird eine intuitive Benutzeroberfläche entwickelt, um die Bedienung zu vereinfachen und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Nach der technischen Umsetzung wird das System im gesamten Unternehmen eingeführt. Ein Schwer­punkt liegt auf der Schulung der Mitarbeitenden, um eine nahtlose Integration und hohe Akzeptanz sicherzustellen. Nach der Einführung wird der Betrieb des SPEKTRA HUBs regelmäßig evaluiert, um potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten frühzeitig zu identifizieren und umzusetzen.

Förderungszeitraum: 03.02.2025 – 28.02.2026

SysDamp

Innovative Methoden zur Dämpfungsbestimmung für realitätsnahe Lebensdauervorhersagen neuer Windenergieanlagen

In SysDamp wird das Schwingungsverhalten von Windenergieanlagen genauestens untersucht. Dabei werden unterschiedliche experimentelle wie numerische Methoden verfolgt mit dem Ziel Dämpfungsparameter aus Feldmessungen bestimmen zu können, welche in den Designprozess neuer Anlagen übertragen werden. So soll eine Strategie für zukünftige Prototypen von Windenergieanlagen entwickelt werden.

  • Generierung von Messdaten mit bereits installierter Sensorik an einer Windenergieanlage im Forschungswindpark WiValdi zur Bestimmung der modalen Dämpfung der Gesamtanlage.
  • Entwicklung eines Multi-Shaker-Inertial-Erregungssystems zur gezielten Anregung schwingungsrelevanter Moden aus dem Gondelbereich der Windenergieanalage.
  • Generierung von Messdaten mit bereits installierter Sensorik an einer Windenergieanlage im Betrieb unter gezielt angesteuerter Betriebsmodi, die zum Teil auch im Off-Design liegen.
  • Methodenentwicklung zur Bestimmung der Dämpfungswerte der Turm- und Blattmoden der gesamten Windenergieanlage aus Messdaten unter Einsatz von beschleunigten voll automatisierten Approximationsalgorithmen im Zeit- und Frequenzbereich mit dem Ziel mehr als 15 Moden verfolgen zu können.
  • Die Modell- und Ergebnisvalidierung der aeroelastischen Simulation der Windenergieanlage wird mit den aus dem Feldtest identifizierten Dämpfungsparametern durchgeführt, dabei werden Komponenten(schnitt)lasten in verschiedenen Lastfällen mit den Testdaten verglichen und der Vergleich zu konventionellen Modellen gezogen.
  • Automatisierter Abgleich der Dämpfung von Messung und Simulation mit Erhöhung der Modellgüte und Vorhersagegenauigkeit.
  • Bestimmung des Einflusses unscharfer Dämpfungsparameter mittels Sensitivitätsanalyse.

Förderungszeitraum: 01.01.2024 – 31.12.2026

Mehr über das Projekt in diesem Beitrag.

SRIMS

Smart Rail Infrastructure Monitoring System

SRIMS ist ein deutsch-tschechisches Großprojekt, das in Zusammenarbeit mit Statotest, der Fakultät für Bauingenieur­wesen der Technischen Universität Prag (CTU) und Partnern in Sachsen – dem Fraunhofer IIS und der Spektra Schwingungs­technik und Akustik GmbH Dresden – durchgeführt wird. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines Überwachungs­systems für den Schienenverkehr, das die Sicherheit und Effizienz des Schienen­netzes erheblich verbessern soll.

Das Projekt konzentriert sich auf die Sicherheit und Stabilität von Eisenbahnbrücken sowie der zugehörigen Infrastruktur, einschließlich Schienen, Oberbau, Unterbau und Weichen, die für einen zuverlässigen Bahnbetrieb essenziell sind. Im Mittelpunkt der Forschung stehen die Bewertung kritischer Infrastrukturen, die Entwicklung und Kartierung von Sensorsystemen zur Datenerfassung, sowie die numerische Modellierung zur Risikoanalyse und Zustandsvorhersage. Darüber hinaus wird eine Expertenplattform mit Cloud-Anbindung entwickelt, um die erfassten Daten effizient auszuwerten. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen ein validiertes Überwachungs­system, das spezialisierte Sensoren mit einem cloudbasierten Expertensystem kombiniert, sowie eine Testumgebung zur Systemvalidierung und zur Entwicklung intelligenter Algorithmen.

Förderungszeitraum: 01.01.2024 – 31.12.2025

UTB NextGen

Optimiertes Testsystem zum hochgenauen und kostengünstigen Test von MEMS-Sensoren

Im Rahmen dieses Projektes soll ein kombiniertes Testsystem entwickelt werden, welches kosteneffizient die Teilaspekte "genaue Sensoranregung" und "schneller und paralleler Sensortest" kombiniert und dadurch für eine große Auswahl an MEMS-Sensoren einsetzbar ist. Um die nächsten Generationen von MEMS-Sensoren ausreichend genau zu testen und flexibel auf die wachsenden Testanforderungen reagieren zu können ist eine neue Messtechnik unabdingbar.
Die Mess-Hardware muss viele parallele Aufgaben erfüllen. Es muss sich um eine modulare Messkarte (autark arbeitend) mit ausreichend Hardware-Ressourcen handeln, um eine variable Anzahl von Prüflingen (bzw. Prüflings-Gruppen) zu versorgen und zu testen. Die aktuell auf dem Markt befindlichen Halbleitertest­systeme sind für den effektiven Einsatz in der Sensorentwicklung zu groß und für den Einsatz in der Endvermessung zu teuer.
Ein optimiertes Testsystem zum hochgenauen und kostengünstigen Test von MEMS-Sensoren kann hier eine ökonomische Lücke im Testmarkt füllen. Die hohe Integration von vielen Messfunktionen auf einer einzelnen Messkarte erfüllt die Anforderungen des MEMS-Sensorsegments.

Förderungszeitraum: 01.08.2023 – 31.07.2026

VIPFLUID

Vorausschauende Instandhaltung für Pumpensysteme auf Basis von Federated Learning und Synthese von multiplen Sensordaten

VIPFLUID hat zum Ziel, die Zustandsdaten von Abwasserpumpen mithilfe geeigneter Sensortechnik zu erfassen und für maschinelles Lernen zu nutzen. Adaptive Sensortechnik und ein intelligenter Sensorhub sollen dafür zunächst die Pumpendaten erfassen und lokal in der Edge vorverarbeiten, um einen komprimierten Datenstrom an lokale Rechenressourcen (Fog) zu senden. Synthetische Daten durch Machine Learning (ML) ermöglichen dann lokale und ressourcenschonende, adaptive Modelle zur Vorhersage.

Die entwickelten Softwarelösungen basieren auf generativen neuronalen Netzwerken sowie Federated Learning und sollen den Einsatz von maschinellem Lernen im Bereich der vorausschauenden Wartung auf wirtschaftliche und ökologische Weise etablieren. Dadurch wird eine proaktive Wartung ermöglicht und reaktives Handeln minimiert. Dies vermeidet teure und systemkritische Ausfälle und verbessert die Prozesssicherheit erheblich. Durch die generierten belastbaren Vorhersageergebnisse wird eine signifikante Reduzierung der Ressourcen für die Instandhaltung ermöglicht. Diese Technologie ermöglicht eine deutliche Reduktion des CO2-Ausstoßes und unterstützt so die Erreichung von Klima- und Umweltschutzzielen.
 

www.vipfluid.de

Förderungszeitraum: 01.05.2023 – 30.04.2026

Wir sind für Sie da!

Haben Sie Fragen zu unserer Projektarbeit oder allgemein zum Thema Forschung und Entwicklung? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. 

Wir beraten Sie unverbindlich und persönlich.

Dr. Lorenzo Matassini
Head of R&D / CTO
 

+49 (0) 351 400 24 0